Ich bin ein verhinderter Künstler
Zeichnen, Malen, Formen hat schon immer mein Leben begleitet.
Als Kind schuf ich mir mit Farbstift & Pinsel Schutzwelten angesichts der Depressionen meiner Mutter. Im Gymnasium kompensierte ich schlechte Prüfungen im Kunstunterricht.
Mit 18 konnte ich mich ein Jahr lang austoben im Kunstdepartement der New Trier Highschool in Chicago. Stundenlang. Jeden Tag. So lange ich wollte.
Ein bereits eingefädeltes Kunststipendium an der Art School Buffalo scheiterte: US-Immigration zwang mich nach Hause zurückzukehren. In Zürich wurde meine Bewerbung für ein Kunststipendium abgelehnt.
Deshalb studierte ich Wirtschaftsgeschichte, wofür ich ein Stipendium erhielt. Und anfänglich malte anstatt zu studieren. Um dann doch den etwas lukrativeren Weg der Forschung und später des Journalismus zu gehen.
So wurde ich zum verhinderten Künstler. Und ich bin froh darüber. Denn künstlerisches Schaffen ist eine einsame Angelegenheit. Und ich liebe es, mich mit anderen Menschen auszutauschen.
Aber Malen, Zeichnen und Formen blieben immer ein Ausgleich zu meiner Arbeit als Journalist, Reporter und Dokumentarfilmer.
Auf Leinwand und Papier konnte ich die Millionen von flüchtigen Bildern in meinem Kopf verarbeiten, die ich als Reporter und Dokumentarflmer geschaffen, bearbeitet und publiziert hatte. Ich konnte den Schrecken einiger dieser Bilder bannen. Und mit anderen Bildern das Schöne wieder finden in der Natur und meiner Umwelt.
So sind über die Jahrzehnte hunderte von Bildern entstanden. Erst jetzt auf dieser Homepage kann ich sie das erste Mal überblicken und darstellen. Wenigstens eine kleine Auswahl davon.
Urs Kern, September 2025

